Ein Jahr.
52 Tage.
Der Versuch, für einen Moment auszusteigen.
Ich habe viele Jahre damit verbracht, Menschen und Unternehmen dabei zu helfen, digitaler, schneller und effizienter zu werden. Heute fotografiere ich. Und irgendwann begann mich eine einfache Frage zu beschäftigen:
Was passiert mit meiner Aufmerksamkeit, wenn niemand um sie kämpft?
Ich beschloss, einen Tag pro Woche analog zu verbringen. Ohne Smartphone. Ohne ständige Erreichbarkeit. Mit Filmkameras, Polaroids, Schreibmaschine, Füller und Papier.
Der Plan war einfach.
Die Wirklichkeit war es nicht.
Manche Tage gelangen. Andere nicht. Es entstanden kleine analoge Inseln in einem zunehmend digitalen Alltag. Die Fragen blieben:
Was bleibt von einem Tag?
Was bleibt von einem Menschen?
Und was bleibt von uns, wenn das Digitale irgendwann nicht mehr zugänglich ist?
Diese Ausstellung ist kein Manifest gegen die Digitalisierung. Sie ist eine Sammlung von Versuchen, Erinnerungen und Beobachtungen. Von Bildern, die warten mussten. Von Texten, die auf einer Schreibmaschine entstanden. Von Dingen, die wieder aus Schubladen und Kellern ans Licht kamen.
FLUGMODUS ist eine Einladung, für einen Moment nicht erreichbar zu sein.
Und vielleicht wieder etwas zu entdecken, das wir längst besitzen: unsere eigene Aufmerksamkeit.